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Ich will auch Influencer werden. Dann verdiene ich ganz viel Geld und kann machen, was mir Spaß macht.
Sofia, 12 Jahre
Viele Kinder und Jugendliche träumen davon, selbst ein erfolgreicher Influencer zu sein. Influencer, die allein durch Social Media bekannt geworden sind, vermitteln den Eindruck, dass man als „normaler Mensch“ ohne großen Aufwand jederzeit berühmt und reich werden kann. Dabei ist Kindern und Jugendlichen oft nicht bewusst, dass dieser Beruf auch Nachteile haben kann.
Vom Content Creator zum Influencer
Content Creator sind Personen, die digitale Inhalte erstellen und veröffentlichen. Dazu gehören zum Beispiel Videos, Fotos, Livestreams, Podcasts oder Texte. Viele Content Creator teilen ihre Inhalte auf Social Media, Blogs oder Websites. Wenn sie eine größere Bekanntheit erreichen und Einfluss auf die Meinungen oder Kaufentscheidungen ihrer Follower nehmen, werden sie häufig auch als Influencer bezeichnet.
Was macht den Beruf für junge Menschen so spannend?
Als Influencer kann man das eigene Hobby oder Interesse zum Beruf machen und dabei oft sehr flexibel arbeiten – theoretisch von jedem Ort der Welt und zu jeder Zeit. Influencer haben die Möglichkeit, viel herumzukommen und an besonderen Veranstaltungen teilzunehmen. Oft bekommen sie kostenlose Produkte zugeschickt und können bei großer Reichweite auch viel Geld verdienen. Als Influencer ist man berühmt und somit Vorbild für die Follower. Beliebte Influencer erfahren durch ihre Fans viel Lob und Anerkennung.
Was Kinder und Jugendliche oft nicht im Blick haben
Als Influencer langfristig erfolgreich zu sein, ist keineswegs garantiert. Der Erfolg hängt unter anderem stark von aktuellen Trends ab. Influencer müssen viel Arbeit und Zeit investieren und besondere Beiträge bieten, um aufzufallen. Gleichzeitig sind sie häufig von Unternehmen und Werbepartnern abhängig. Klickzahlen und die Anzahl an Followern können sich auf ihre Reichweite und ihr Einkommen auswirken. Das kann großen Druck erzeugen. Hinzu kommt, dass ihre Beiträge und ihr Verhalten ständig öffentlich kommentiert und bewertet werden. Auch Beleidigungen oder Hasskommentare kommen vor, vor allem bei umstrittenen Themen. Mit zunehmender Bekanntheit kann zudem die Privatsphäre leiden, da persönliche Einblicke oft Teil des Berufs sind.
Was heißt das für Eltern?
Möchte Ihr Kind selbst Influencer werden, fragen Sie nach, was Ihr Kind an dem Beruf gut findet und lassen Sie sich erklären, was es daran besonders interessiert und welche Vorstellungen es von dem Beruf hat. Seien Sie offen und nehmen Sie den Wunsch ernst – oft handelt es sich aber um einen kurzzeitigen Berufswunsch, der sich wieder ändert. Tauschen Sie sich mit Ihrem Kind darüber aus, welche Chancen, aber auch welche Schwierigkeiten der Beruf Influencer mit sich bringen kann.
Der Begriff Privatsphäre bezeichnet den persönlichen Lebensbereich einer Person. Jeder Mensch hat ein Recht darauf, daher ist sie im Grundgesetz geschützt. Bilder, private Nachrichten oder persönliche Informationen anderer dürfen daher im Internet nicht ohne Einverständnis geteilt werden.
Social-Media-Angebote sind Plattformen im Internet, auf denen sich Nutzerinnen und Nutzer austauschen, Inhalte posten und sich selbst darstellen können. Um dort aktiv zu sein, muss man sich anmelden und ein Profil erstellen. Ein Social-Media-Profil kann privat oder öffentlich sein.
Ein Influencer ist eine Person (englisch: to influence = beeinflussen), die auf Social Media regelmäßig Inhalte postet und sehr viele Follower hat. Influencer sind oft wichtige Vorbilder für Jugendliche. Mit hohen Klickzahlen und Werbung in ihren Beiträgen verdienen sie Geld.
Follower sind Personen, die einem Influencer über Social Media folgen (englisch: to follow = jemandem folgen). Je mehr Follower bzw. Abonnenten ein Influencer hat, desto mehr Geld kann er in der Regel mit Werbung oder Produktplatzierungen verdienen.